
F1: FIA und AWS bereiten die künftigen Regeln vor
Die FIA macht Amazon Web Services zum offiziellen KI- und Cloud-Partner: Aero-Simulationen, KI-Werkzeuge und Lizenzen sollen künftige F1-Autos vorbereiten.
Merke
Am 28. Oktober 2026 ernannte die FIA AWS zum offiziellen KI- und Cloud-Partner: Simulationen und KI-Werkzeuge helfen bei den Regeln für künftige F1-Autos, generative KI macht noch keine Designvorschläge.
Die FIA und Amazon Web Services (AWS) haben am 28. Oktober 2026 eine Partnerschaft angekündigt. AWS wird offizieller Partner des Verbands für künstliche Intelligenz und Cloud-Computing. Für die Formel 1 geht es um etwas Konkretes: die technischen Regeln der nächsten Fahrzeuggeneration vorzubereiten.
Was AWS für die F1-Regeln leistet
Die FIA führt ihre aerodynamischen Simulationen bereits auf der Hochleistungsrechner-Infrastruktur von AWS durch. So lässt sich die Luftströmung virtuell testen, ohne Bauteile zu fertigen – laut Verband mit schnellerer Innovation, niedrigeren Kosten und geringerer Umweltbelastung. AWS stellt den technischen Teams der FIA außerdem KI-Werkzeuge bereit, um Regeln zu Sicherheit, Leistung und Nachhaltigkeit zu unterstützen.
Laut The Race könnten KI-„Surrogatmodelle“, die mit früheren Simulationen trainiert wurden, ein Ergebnis in Sekunden oder Minuten vorhersagen, während eine vollständige Simulation Stunden dauert. KI könnte auch das Regelwerk selbst prüfen. Generative KI soll noch nicht für Designideen genutzt werden: Vorrang hat die Beschleunigung menschlicher Arbeit.
Ein Zeitplan mit Blick auf 2030
Das aktuelle Regelwerk befindet sich erst im ersten Jahr. Bereits wird an neuen Autos und Motoren gearbeitet, die um 2030 kommen könnten. Die FIA hat begonnen, neue Aero-Konzepte auf Basis der Erkenntnisse der Autos von 2026 zu untersuchen, und kann viel mehr Regelvarianten testen, etwa Flügelformen oder Bodengeometrien. Ergebnisse aus Windkanal, Simulation und KI werden gegeneinander abgeglichen.
Lizenzen, Sicherheit und Rennleitung
Die Partnerschaft baut auf der digitalen Lizenzplattform auf, die im Vorjahr startete und die Lizenzverwaltung für Fahrer, Offizielle und Helfer vereinfacht. Die FIA will so ihr Ziel unterstützen, die weltweite Teilnahme am Motorsport zu verdoppeln. Bei der Sicherheit nutzt die Performance-Abteilung bereits Computer Vision, die Antriebsgruppe Anomalieerkennung, zum Beispiel bei ungewöhnlichem Öldruck.
Für die Rennleitung nennt The Race KI als Hilfe, um die vielen Track-Limits-Vorfälle des automatischen Systems zu priorisieren. Die Entscheidungen blieben bei Menschen. Der Verband muss zudem nachvollziehen können, warum ein Werkzeug einen Fall meldet, da neuronale Netze „Black Boxes“ sein können.
Das Wichtigste
- Angekündigt am 28. Oktober 2026: AWS, offizieller KI- und Cloud-Partner der FIA.
- Aero-Simulationen auf AWS und KI-Werkzeuge für künftige Regeln.
- Neue Autos und Motoren in Arbeit, möglicherweise um 2030.
- Generative KI macht noch keine Designvorschläge.
Häufige Fragen
Was ändert die Partnerschaft FIA-AWS für die F1?
AWS hilft der FIA bei der Aero-Simulation und liefert KI-Werkzeuge, um die Regeln künftiger F1-Autos vorzubereiten – mit schnelleren und günstigeren virtuellen Tests.
Wird KI die künftigen F1-Autos entwerfen?
Noch nicht: Laut The Race wird generative KI noch nicht für Designideen genutzt; Vorrang hat die Beschleunigung menschlicher Arbeit.
Wann könnten die nächsten F1-Autos kommen?
Es wird an neuen Autos und Motoren gearbeitet, die laut The Race um 2030 kommen könnten.
Quellen
Verfasst von der Karrazmotorsport-Redaktion, vor der Veröffentlichung geprüft. Einstellwerte: Bitte immer das Handbuch Ihres Fahrzeugs beachten. Unsere Leitlinien.
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