
F1 Singapur: Heat Hazard ausgerufen, Kühlwesten Pflicht an Bord
F1-GP Singapur: Die FIA ruft einen Heat Hazard für Sprint und Rennen aus. Die Autos müssen das Fahrerkühlsystem mitführen, die Fahrer sind uneins darüber.
Merke
Die FIA hat für Sprint und Rennen in Singapur einen Heat Hazard ausgerufen, den vierten der Saison 2026: Das Fahrerkühlsystem muss an Bord sein.
Die FIA hat für den Sprint und den Großen Preis von Singapur der Formel 1 einen Heat Hazard ausgerufen. Die Autos müssen damit das Fahrerkühlsystem mitführen. Es ist die vierte solche Erklärung der Saison 2026, und das Thema spaltet das Fahrerlager schon vor dem ersten Training in Marina Bay.
Warum die FIA einen Heat Hazard ausruft
Die Entscheidung vom 8. Oktober 2026 traf Rennleiter Rui Marques. Der offizielle Wetterdienst sagt für irgendeinen Zeitpunkt im Sprint oder Rennen einen Hitzeindex über 31 °C voraus. Auslöser ist Artikel B1.5.10 des F1-Reglements 2026. Jedes Auto muss dann die Komponenten des zugelassenen Systems für die betroffenen Sitzungen mitführen.
Das Prinzip: Eine Pumpe lässt gekühlte Flüssigkeit durch Schläuche in einem feuerfesten Kleidungsstück zirkulieren, das unter dem Rennanzug getragen wird. Das System wurde nach dem Großen Preis von Katar 2023 eingeführt, bei dem mehrere Fahrer medizinische Hilfe brauchten. F1i erinnert daran, dass die Cockpit-Temperatur dort angeblich fast 50 °C erreichte und Logan Sargeant wegen Hitzeerschöpfung aufgab. Singapur vereint Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, ein langes Rennen, wenig Luftzug auf dem Stadtkurs und einen Start bei Nacht.
Fahrer uneins
Laut F1i liegt die Entwicklung dieser Systeme außerhalb der Budgetobergrenze, und die Konstruktionen sind offen: Teams dürfen bestehende Lösungen kopieren.
- George Russell (Mercedes): Mercedes hat keine Ingenieure in eine brauchbare Einheit für das Auto 2026 gesteckt, er sieht darin aber einen klaren Vorteil.
- Carlos Sainz (Williams): Er lobt die Weste seines Teams, die ihm und Alex Albon hilft.
- Isack Hadjar: Er möchte die Technik verbieten, weil die Formel 1 hart bleiben soll.
- Max Verstappen: Er hält die Weste für unnötig, die Kabel schränken die Bewegung ein, und das Cockpit sei heiß, aber „keine Sauna“.
Was in Singapur zu beobachten ist
Laut F1i verlässt sich eine Mehrheit des Feldes trotz extremer Luftfeuchtigkeit nicht auf diese Technik. Albon und Russell sagen, Hitze beeinträchtige Leistung und Konzentration, doch der Effekt auf die Rundenzeiten sei schwer zu beziffern.
Das Wichtigste
- Heat Hazard für Sprint und Großen Preis von Singapur ausgerufen.
- Schwelle: vorhergesagter Hitzeindex über 31 °C.
- Vierte Erklärung der Saison 2026.
- Die Fahrer sind uneins über den Nutzen der Weste.
Häufige Fragen
Was ist ein Heat Hazard in der Formel 1?
Eine FIA-Erklärung, wenn der vorhergesagte Hitzeindex über 31 °C liegt; dann muss das Kühlsystem des Fahrers im Auto sein.
Wie funktioniert die Kühlweste?
Eine Pumpe lässt gekühlte Flüssigkeit durch Schläuche in einem feuerfesten Kleidungsstück unter dem Rennanzug zirkulieren, so Grandprix.com.
Nutzen alle Fahrer sie in Singapur?
Nein. Laut F1i will eine Mehrheit des Feldes sie nicht nutzen; Verstappen und Hadjar lehnen sie ab, Russell sieht einen Vorteil.
Quellen
- Grandprix.com — FIA aktiviert Heat-Hazard-Regeln für den Singapur-GP
- F1i — F1-Fahrer uneins über Kühlwesten
Verfasst von der Karrazmotorsport-Redaktion, vor der Veröffentlichung geprüft. Einstellwerte: Bitte immer das Handbuch Ihres Fahrzeugs beachten. Unsere Leitlinien.
Newsletter · kostenlos
Das Fahrerlager am Freitag
Das Wichtigste aus dem Motorsport, jeden Freitag in Ihrem Postfach. Kostenlos, eine E-Mail pro Woche.
Meine Bereiche wählen

