
F1: Renault verkauft Viry-Châtillon an Belgiens Dumarey
Renault verkauft Alpine Racing SAS, den ehemaligen F1-Motorenstandort Viry-Châtillon, an die belgische Dumarey Group: Jobs, Pläne und Folgen für Alpines WEC.
Merke
Renault hat sich auf den Verkauf von Alpine Racing SAS, dem früheren F1-Motorenstandort Viry-Châtillon, an die belgische Dumarey Group geeinigt; der Preis ist nicht bekannt.
Renault hat sich mit der belgischen Dumarey Group auf den Verkauf von Alpine Racing SAS geeinigt, der Gesellschaft hinter dem Standort Viry-Châtillon bei Paris, wo die Formel-1-Motoren der Marke entstanden. Dumarey ist auf Antriebsstränge und technische Komponenten für Serienfahrzeuge spezialisiert und würde auch die Teams und Vermögenswerte übernehmen, die für den Betrieb nötig sind. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Was zur Einigung bekannt ist
- Käufer ist die Dumarey Group unter Gründer und Präsident Guido Dumarey
- Nach Abschluss soll der Standort unter dem Namen Dumarey arbeiten
- Laut Reuters, von F1Journaal aufgegriffen, bleiben rund 150 Arbeitsplätze erhalten
- Ein Abschlusstermin ist nicht genannt: Das Angebot liegt Alpine Racing vor, beide Seiten prüfen noch Organisation und Finanzierung
- Axel Plasse, Vizepräsident von Alpine Tech, spricht von einer konkreten und logischen Chance, das Know-how des Standorts zu bewahren
Ein historischer F1-Standort
Das Werk in Viry-Châtillon baute Renault-Motoren, mit denen Williams, Benetton und Red Bull Racing Weltmeistertitel gewannen. Dumarey verweist auf mehr als vier Jahrzehnte F1-Entwicklungserfahrung am Standort. Renault hat die eigene F1-Motorenarbeit beendet, das Alpine F1 Team fährt nun mit Mercedes-Motoren.
Der Käufer will dieses Know-how bewahren und weiterentwickeln. Renault und Dumarey schließen nicht aus, es künftig auch anderen Rennteams zur Verfügung zu stellen. Eine Rückkehr von Motortechnik aus Viry-Châtillon in die F1 ist derzeit nicht angekündigt.
Folgen für die WEC
Der Standort übernahm auch Wartung und Montage der Motoren des Alpine A424, des Hypercars in der WEC. Alpine verlässt die Serie zum Jahresende, doch Partner Signatech will den A424 2027 unter einer anderen Marke melden. Die Gespräche mit dem chinesischen Hersteller Geely sollen gescheitert sein.
Teamchef Philippe Sinault sagt, Ingenieure und Mechaniker stünden bereit. Fahrer müssen nach dem Abgang von António Félix da Costa noch gefunden werden, und die Nennung muss vor der Frist Ende November stehen.
Das bleibt offen
Der Verkauf ist noch nicht abgeschlossen. Wir verfolgen den Abschluss, das Schicksal des A424-Programms 2027 und mögliche Dumarey-Pläne im Motorsport.
Häufige Fragen
Wer übernimmt das Renault-Werk in Viry-Châtillon?
Die belgische Dumarey Group unter Gründer Guido Dumarey soll Alpine Racing SAS samt Teams und Vermögenswerten übernehmen. Der Preis ist nicht bekannt.
Bleiben die Arbeitsplätze erhalten?
Laut Reuters, von F1Journaal aufgegriffen, bleiben rund 150 Arbeitsplätze erhalten. Organisation und Finanzierung werden noch geprüft.
Ändert der Verkauf etwas für Alpine in der F1?
Kurzfristig nicht: Das Team fährt mit Mercedes-Motoren. Der Standort könnte künftig aber anderen Rennteams dienen.
Quellen
- Motorsport.com (FR) — Renault/Alpine-Werk Viry-Châtillon von belgischer Gruppe übernommen
- F1Journaal — Dumarey Group übernimmt historische F1-Motorenabteilung von Renault
- Motorsport.com (NL) — Alpines Zukunft möglicherweise bei Dumarey Group
Verfasst von der Karrazmotorsport-Redaktion, vor der Veröffentlichung geprüft. Einstellwerte: Bitte immer das Handbuch Ihres Fahrzeugs beachten. Unsere Leitlinien.
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