
Dakar 2027: Teams ziehen zurück, ASO hält an der Rallye fest
Dakar 2027 in Saudi-Arabien: van Loon, de Groot und K Motorsport verzichten, andere bleiben gemeldet. ASO hält an der Rallye fest. Der aktuelle Stand.
Merke
Die Dakar 2027 ist offiziell weiter vom 1. bis 15. Januar in Saudi-Arabien geplant, doch mehrere Teams haben wegen der Sicherheitslage im Nahen Osten abgesagt.
Die Dakar 2027 ist offiziell weiterhin für Saudi-Arabien angesetzt, vom 1. bis 15. Januar, doch die Sicherheitslage im Nahen Osten bringt bereits mehrere Teams zum Verzicht. Der Veranstalter ASO hat Gerüchte über eine Absage zurückgewiesen, andere Teilnehmer bleiben gemeldet.
Die Haltung der ASO
Laut Visordown sagt die ASO, die Absage-Gerüchte seien unbegründet, die Organisation der Rallye laufe wie geplant, man stehe weiter mit den saudischen Partnern in Kontakt und beobachte die Lage genau. Eine Absage oder Verschiebung wurde nicht angekündigt. Die allgemeine Anmeldung endet am 20. Oktober.
Die Strecke startet und endet in King Abdullah Economic City am Roten Meer und führt unter anderem durch Al-Ula, Ha'il, Bisha und Al Bahah. Sie betritt weder Riad noch verläuft sie direkt entlang der jemenitischen Grenze, wo sich einige der jüngsten Angriffe konzentrieren, doch mehrere Etappen im Süden liegen in derselben Region.
Ein angespannter Hintergrund
Seit Februar hat der erweiterte Konflikt um den Iran Ziele in Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten getroffen. Visordown berichtet, die Huthi-Bewegung habe Angriffe auf Aramco-Anlagen und auf Riad für sich reklamiert, und die FIA habe den für November geplanten WRC-Lauf in Dschidda abgesagt. Auch die Formel-1-Grands-Prix von Saudi-Arabien und Bahrain wurden dieses Jahr abgesagt, und der MotoGP-Lauf in Katar wurde von April auf November verlegt.
Der Transport der Fahrzeuge ist ein zusätzliches Problem: Das Material reist von Europa durch den Suezkanal und das Rote Meer, und Versicherer haben die Prämien für Schiffe in Risikogebieten erhöht. In den Niederlanden gilt für Saudi-Arabien eine orange Reisewarnung, für das Grenzgebiet zum Jemen eine rote.
Wer verzichtet, wer bleibt
- Ronald van Loon startet nicht bei den Autos: Die Sicherheit seines Teams gab den Ausschlag, außerdem konnte er sein Material auf dem Schiff nicht versichern.
- William de Groot setzt seine Teilnahme vorerst aus.
- K Motorsport von Mathieu Kurzen verzichtet auf die Dakar Classic, die das Team seit 2023 jedes Jahr gefahren ist, und startet im Januar bei der Africa Eco Race Historic, von Tanger zum Lac Rose in Dakar.
- Lkw-Fahrer Marnix Leeuw, Janus van Kasteren und Michiel Becx sind gemeldet. Beifahrer Arjan van Tiel fährt ebenfalls, fragt sich aber, wie sich die Versicherer verhalten werden.
Was zu beobachten ist
Visordown weist darauf hin, dass die Absage der WRC in Dschidda nicht automatisch auch die der Dakar bedeutet: Veranstalter, Strecken und operative Anforderungen unterscheiden sich. Die Entscheidungen der Versicherer, die Anmeldefrist und mögliche Mitteilungen der ASO werden in den kommenden Wochen entscheidend sein.
Häufige Fragen
Ist die Dakar 2027 abgesagt?
Nein. ASO hat die Absage-Gerüchte zurückgewiesen, erklärt, die Vorbereitung laufe wie geplant, und beobachtet die Lage genau. Die Rallye ist für den 1. bis 15. Januar angesetzt.
Welche Teams haben abgesagt?
Der Niederländer Ronald van Loon (Auto) fährt nicht; William de Groot setzt seine Teilnahme vorerst aus; K Motorsport lässt die Dakar Classic aus und startet bei der Africa Eco Race Historic.
Bis wann kann man sich anmelden?
Laut Visordown endet die allgemeine Anmeldung am 20. Oktober.
Quellen
- Visordown — Ist die Dakar 2027 abgesagt? Noch nicht, aber die Lage in Saudi-Arabien verschlechtert sich
- Omroep Brabant — Brabanter Fahrer zweifeln an der Dakar
- 131 Off-Road — K Motorsport wechselt von der Dakar zur Africa Eco Race
Verfasst von der Karrazmotorsport-Redaktion, vor der Veröffentlichung geprüft. Einstellwerte: Bitte immer das Handbuch Ihres Fahrzeugs beachten. Unsere Leitlinien.
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